Landwirtschaft



Am Anfang war der Traum...

... der Traum nach einem Dasein in dem Mensch, Tier und Natur im Einklang miteinander sind. Es ist eine Reise, auf der wir immer mehr verstehen, dass unser Wohlergehen eng mit dem Wohlergehen unserer Mitgeschöpfe und der Umwelt verbunden ist.  

Wir streben nach einer Landwirtschaft, die kleinräumig, artenreich und voller Leben ist, in der die Vielfalt der Pflanzen und Tiere sich entfalten kann. Unser Ziel ist es, ein harmonisches Zusammenspiel zwischen Mensch, Tier und Umwelt zu schaffen, das langfristig das Wohlergehen aller fördert und eine nachhaltige Lebensgrundlage für kommende Generationen sichert. 

Unsere aktuellen Projekte

Baum-Patenschaften - Neuer Obstgarten

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Seit einigen Jahrzehnten verschwinden die Hochstamm-Obstgärten aus unserem Land – und mit ihnen ein Stück einheimischer Tradition und Kultur sowie viele Tier- und Pflanzenarten. Auch das Wildobst gerät immer mehr in Vergessenheit, dabei ist es sehr gesund und bereichert die Küche. Darum wollen wir unseren Obst- und Nussgarten erweitern und damit den Lebensraum "Obstgarten" erhalten und zu pflegen. Unterstütze uns dabei und werde Patin oder Pate eines Baumes!

Erfahre HIER mehr darüber

Entwicklung und Planung der Permakultur-Anlage

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Die Permakultur-Anlage im ehemaligen Hühnerauslauf soll als zukünftiger Schau-Garten ein Ort für Erlebnisse, Begegnungen, Wissensvermittlung und Entspannung werden. Die Anlage vereint diverse wichtige und spannende Themen und ist ein Ort wo diverse Synergien genutzt werden wie Lebensmittel Gewinnung in kleinräumiger, strukturreicher und vielfältiger Umgebung und Biodiversitätsförderung, Erlebnisse, Entspannung und Begegnung für Jung und Alt inmitten einer wunderschönen Landschaft, Wissensvermittlung in Form von Kursen, Vorträgen und Workshops.

Pflanzliche Ernährung - Ackerbau Kulturen 2024

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Auf unseren Äckern gedeihen Feldfrüchte und Rohstoffe für die direkte menschliche Ernährung. So wachsen im Sommer 2024 auf den Äckern des Naturhofes Brotgetreide und Speisesoja. Für das Jahr 2025 sind spezielle Getreidesorten wie Emmer und Einkorn für die Direktvermarktung geplant.

Planung und Bau eines Amphibienlaichgewässers 

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Um seltene und erhaltenswerte Amphibien zu fördern, die im nahegelegenen Naturschutzgebiet "Wengimoos" vorkommen, wird bei uns in Zusammenarbeit mit dem Kanton ein Amphibienlaichgewässer entstehen. Dieses Jahr steht ganz im Fokus der Planung, Organisation und dem Einholen aller nötigen Bewilligungen. 

Ausbau von Biodiversitätsförderflächen

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In diesem Jahr nehmen wir unsere Biodiversitätsförderflächen unter die Lupe! Wir möchten einerseits deren Qualität verbessern, also z.B Wiesen dahingehend aufwerten, dass sie noch blumenreicher werden, andererseits jedoch auch neue Flächen zusätzlich anlegen. Dieses Jahr entsteht dadurch bei uns eine Buntbrache, eine neue Hecke und ein neuer Obstgarten. Über unsere Bemühungen im Bereich Biodiversität und was eine vielfältige Landwirtschaft und Landschaft ausmacht, kannst du in unseren Wildpflanzen-Spaziergängen mehr erfahren. Mehr Infos zu diesen Events findest du HIER.

Produktion von Wildpflanzen-Saatgut

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Da wir als junger Natur- und Lebenshof noch voll in der Umstrukturierung unseres Betriebes stecken, ist das generieren neuer Standbeine unerlässlich. Dabei sind wir auf das produzieren von Wildpflanzen-Saatgut für die Anlage artenreicher Wiesen gestossen. In diesem Jahr klären wir ob diese Möglichkeit zu einem unserer Standbeine werden kann. 

Pilot-Projekt: Landschaftspflege im nahegelegenen Naturschutzgebiet "Wengimoos" durch unsere Galloway Kühe

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Auch wenn unsere Lebenshof Tiere nicht mehr benutzt werden für die Produktion tierischer Produkte, sind sie wertvolle Mitbewohner eines Landwirtschaftsbetriebes. Sie liefern uns wertvollen Dünger für die Landwirtschaft und sind unabdingbar für die Landschaftspflege. So nützt das angemessene Beweiden von artenreichen Weiden deren Erhalt. Nur durch die regelmässige Beweidung lässt sich die natürliche Sukzession aufhalten und es wachsen viele weitere Jahre zahlreiche und wunderschöne Wildblumen. Genau diesen "Auftrag" haben dieses Jahr unsere Kühe im nahegelegenen Naturschutzgebiet "Wengimoos". Dabei handelt es sich um ein "Pilot-Projekt" in Zusammenarbeit mit dem Kanton und es wird zunächst einmal beobachtet ob sich die Beweidung positiv auf den Artbestand auswirkt.

Unsere Werte

Kleinräumig, strukturreich & artenreich

In vielen Gebieten dominieren heute Monokulturen, die nicht nur die Umwelt belasten, sondern auch die Biodiversität gefährden. Monokulturen erschöpfen den Boden, erhöhen das Risiko von Schädlingsbefall und Krankheiten, und führen letztendlich zu einem Verlust an biologischer Vielfalt.

Der Naturhof Waltwil4 strebt nach einer anderen Vision: Wir möchten unseren Ackerbau künftig kleinräumig, strukturreich und vielfältig gestalten. Das bedeutet, dass wir auf unseren Feldern verschiedene Pflanzenarten in kleinteiligen Parzellen anbauen wollen, um die Natur in ihrem Reichtum zu erhalten und zu fördern. Eine solche Vielfalt stärkt die Bodenqualität, reduziert das Risiko von Schädlingen und Krankheiten und fördert die Gesundheit der Umwelt insgesamt.

Durch unsere vielfältige und nachhaltige Landwirtschaft möchten wir einen Unterschied machen - für die Natur, für die Zukunft und für eine lebendige Landwirtschaft, die im Einklang mit der Natur steht. 

Artenförderung & Landschaftsschutz

Mit einem Drittel der Flächennutzung beeinflusst die Landwirtschaft die Arten- und Lebensraumvielfalt in der Schweiz so stark wie kaum eine andere Tätigkeit.  

Biodiversität ist für das Überleben und die Entwicklung der Menschheit von existenzieller Bedeutung, insbesondere für die Ernährungssicherheit. Daraus ergibt sich eine hohe Verantwortung der Landwirtschaft einer intakten Natur gegenüber. Die Landwirtschaft hat bis Ende des 19. Jahrhunderts eine Vielzahl von meist neuen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen geschaffen, was zu einer deutlichen Zunahme an Biodiversität geführt hat. Dieser Prozess hat sich seither umgekehrt. Die Intensivierung der Produktion, vorallem zugunsten tierischer Lebensmittel, führte bis 1990 dazu, dass die Artenvielfalt auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen der Schweiz stark reduziert wurde. Wissenschaftliche Erhebungen zeigen: Bisherige Massnahmen, um diese Entwicklung aufzuhalten, reichen nicht aus.
Als Naturhof möchten wir daran etwas ändern und setzen uns dafür ein sowohl unsere Produktion so zu gestalten, dass sie Artenvielfalt und vielfältige Lebensräume fördert als auch Flächen zu pflegen, die ausschliesslich der Natur dienen.

Pflanzliche Lebensmittel

Pflanzliche Lebensmitten oder pflanzliche Rohstoffe für Nahrungsmittel können direkt als Nahrung für den Menschen angebaut werden, während die Produktion von tierischen Erzeugnissen zusätzliche Ressourcen erfordert. Derzeit liegt der Netto-Selbstversorgungsgrad der Schweiz bei nur 49 Prozent. Für die Hälfte unserer Nahrungsmittel sind wir vom Ausland abhängig. Dies liegt nicht daran, dass zu wenig Landwirtschaftsland zur Verfügung stehen würde. Hauptgrund ist, dass wir zu viele tierische Nahrungsmittel produzieren und dafür grosse Mengen an Futtermittel importieren müssen. Zusätzlich wird auf über der Hälfte der Schweizer Ackerfläche Tierfutter anstelle von Lebensmitteln für den direkten menschlichen Konsum angebaut. Durch den direkten Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln können Ressourcen eingespart und die Effizienz der Nahrungsmittelproduktion verbessert werden. Schliesslich gibt es auch ethische Überlegungen, denn die Produktion tierischer Produkte geht heute fast immer mit Massentierhaltung und grossem Tierleid einher. Wir sehen Tiere jedoch als Lebewesen mit einem Recht auf Leben und Glück. Aus diesem Grund betrachten wir es auf dem Naturhof als entscheidend, die Erkenntnisse der heutigen Zeit anzuerkennen und unsere Produkte ausschliesslich auf pflanzlicher Basis zu gestalten.